Mobilität in Grün


Es sind die Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten, die mobil sein wollen, nicht die Autos, Fahrräder oder Busse.

Wenn GRÜNE über Mobilität nachdenken, dann fangen sie nicht bei Verkehrsmitteln, Verkehrsregeln oder Straßenführungen an. Wir beginnen immer bei den Menschen. Wer ist es, der einen anderen Ort erreichen möchte oder muss? Welche Anforderungen, Möglichkeiten und auch welche Vorlieben hat er dabei? Nur wenn man diese Fragen berücksichtigt, kann man die richtigen Lösungen anbieten.

Ein gutes Beispiel dafür ist die schwierige Verkehrssituation in der Nassauer Straße. Ein schnellerer Abfluss der sich oft aufstauenden Autos, wie es die angedachte Weingärtenumgehung verspricht, klingt verlockend. Es gibt aber auch die vielen Pendler, die am Bahnhof zwischen U-Bahn, S-Bahn und Bus umsteigen und dabei die Nassauer Straße an der Fußgängerampel queren müssen. Das Gleiche gilt für alle Kinder und Jugendlichen, die am Bahnhof ankommen und zu den weiterführenden Schulen wollen. Dazu kommen die Menschen, die das Fahrrad als Transportmittel für sich entdeckt haben. Für sie alle würde, genauso wie für die Anwohner, die Situation durch eine Beschleunigung des Autoverkehrs mit dem damit einhergehenden höheren Verkehrsaufkommen drastisch verschlechtert. Denkt man aber zuerst an die Menschen, dann wird klar, dass der erste Schritt die Umgestaltung des Bahnhofsareals mit verbesserten und entkoppelten Verkehrsflüssen sein muss. Oberurseler Radverkehrskonzept: gute Ideen auf Halde

2016 wurde das Oberurseler Radverkehrskonzept von 2008 mit Bürgerbeteiligung überarbeitet und beschlossen. Der Plan ist, bis 2025 ein Radverkehrsnetz über eine Länge von 133 Kilometern mit 33 Kilometern Radschnellverbindungen zu schaffen. Gleichmäßig auf 9 Jahre aufgeteilt war das auch bei angespannter finanzieller Situation ein machbares Ziel. Leider wurde in den letzten Jahren die Umsetzung der vielen guten Ideen aus dem Konzept nicht konsequent verfolgt, so dass die Erreichung dieses Ziels heute bereits nicht mehr realistisch ist. Es braucht eine starke Stimme von uns GRÜNEN im Stadtparlament, damit hier die richtigen Weichen gestellt werden. 

Autor: Robert Eppig

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