Stadtverordnetenversammlung unterstützt einstimmig LOK Ideen für besseren Hochwasserschutz

18.10.22

Pressemitteilung der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Oberursel vom 22. Oktober 2022

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Ende September haben CDU Oberursel, GRÜNE, SPD Oberursel und FDP Oberursel einen gemeinsamen Antrag eingebracht mit dem Ziel, die von der LOK - die Lokale Oberurseler Klimainitiative vorgeschlagenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz fachlich prüfen zu lassen und wenn möglich und hilfreich in das in der Erarbeitung befindliche Klimaanpassungskonzept zu integrieren. Der Antrag wurde mit kleineren Modifikationen einstimmig verabschiedet.

Die Wetterphänomene der letzten Jahre sind Vorboten des Klimawandels: Starkregen im Winter und Herbst und lange Trockenperioden in Frühjahr und Sommer sorgen dafür, dass Trinkwasser zunehmend knapp wird, während es immer mal wieder zu Überschwemmungen im Stadtgebiet von Oberursel kommt. Alle Prognosen zum Klimawandel sagen voraus, dass sich diese Konstellation in den nächsten Jahren noch verschärfen wird. Unter anderem deshalb hatte die Stadt Ende 2021 ein Klimaanpassungskonzept in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse bis Ende diesen Jahres vorliegen sollen. Darin sollen auch konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz vorgeschlagen werden.

Parallel dazu hat die Wassergruppe der Lokalen Oberurseler Klimaschutzinitiative e.V. unter Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Peter Cornel Vorschläge entwickelt, mit deren Umsetzung schnell und kostengünstig der Hochwasserschutz, aber auch die Grundwasserbildung in Oberursel verbessert werden können.

Die Vorschläge der LOK folgen dem Ansatz im ganzen Verlauf des Urselbachs Hochwassermengen dorthin zu leiten, wo es gefahrlos versickern kann: Wasser soll oberhalb von Oberursel im Wald gehalten werden, vorhandene Bauwerke, wie z.B. bestehende Dämme im Haidtränktal sollen so modifiziert werden, dass bei Hochwasser der Urselbach dort gestaut wird. Der Werkgraben beim Hans-Rothersteg könnte einen Abzweig zum Maasgrund bekommen, der hilft bei Starkregenereignissen Hochwasser aus dem Urselbach im Maasgrundtal versickern zu lassen und damit das bestehende Hochwassergebiet im Bereich der Marxstraße zu entlasten. In den Feuchtwiesen "Hinter der Wiesenmühle" zwischen Weißkirchen und Stierstadt wurde schon in den 80er Jahren ein großes Regenrückhaltebecken geplant, aber nur teilweise ausgeführt. Das könnte mit einem überschaubaren Aufwand fertiggestellt werden.

Stephan Schwarz, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss (BUKA): "Die Arbeit von Prof. Cornel und der Wassergruppe der LOK sind ein Beispiel für hervorragendes Bürgerengagement. Mit Fachexpertise und Ortskenntnis wurden Ideen entwickelt, von denen wir überzeugt sind, dass sie bei der Bewältigung der Konsequenzen der Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzehnten sehr hilfreich sein können. Michael Reuter, Sprecher der CDU im BUKA: „Wir Kommunalpolitiker tun gut darin, diese Ideen aufzunehmen und wenn sie der fachlichen Prüfung standhalten, darauf zu drängen, dass sie umgesetzt werden."

 

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