GRÜNE fordern Konzept zur Verbesserung der Wohnungssituation von Frauen aus dem Frauenhaus.

Die Zahlen im aktuellen Tätigkeitsbericht des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. sprechen für sich: 156 Frauen mit 173 Kindern mussten vom Frauenhaus abgewiesen werden, da das Haus voll belegt war. 87 % der Kinder waren unter 12 Jahre alt.
Grund für die Überbelegung ist die Tatsache, dass viele Frauen, die auf den Schutz des Hauses nicht mehr angewiesen sind, keinen bezahlbaren Wohnraum finden und daher nicht ausziehen können. Diese Situation wird durch die Zahlen des Jahresberichts eindrucksvoll belegt: Im Jahr 2003 gelang es gerade acht Frauen eine eigene Wohnung zu finden, vier Frauen kehrten in die eheliche Wohnung zurück, nachdem der Mann diese verlassen hatte.

"Diese Situation ist auf Dauer nicht tragbar", kommentiert die GRÜNE Stadtverordnete Christina Herr den Bericht, "wenn das Frauenhaus überbelegt ist, kann es seiner Aufgabe, schutzbedürftigen Frauen und Kinder Zuflucht zu gewähren, nicht mehr nachkommen; hier muss dringend gehandelt werden."

Aus diesem Grund beantragt die Stadtverordnetenfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments, dass der Magistrat gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SEWO und der gemeinnützigen Oberurseler Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) sowie dem Verein Frauen helfen Frauen e.V. ein Konzept erarbeitet, wie Frauen, die den Schutz des Frauenhauses nicht mehr benötigen, übergangsweise zu bezahlbarem Wohnraum finden.

Zwar sei das Thema bereits mehrfach im Stadtparlament angerissen worden, allerdings immer bezogen auf ein konkretes Objekt, die städtische Seniorenwohnanlage Kronberger Straße. "In den Diskussionen hat sich gezeigt, dass ein allgemeines Verständnis für das Problem vorhanden ist, allerdings hatte die konservative Mehrheit andere Pläne mit dem Haus", so Herr weiter. "Wir sind der festen Überzeugung, dass es genug bezahlbaren Wohnraum auf einer kurzfristigen Basis in Oberursel gibt, wenn man kreativ und grundsätzlich an die Sache heran geht."

Nach Auskunft des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. wäre es schon ein großer Gewinn, wenn die Frauen sechs Monate mehr Zeit hätten, sich eine Wohnung zu suchen oder ein wenig mehr Zeit auf der Warteliste des Wohnungsamtes haben. Wenn nun das Frauenhaus durch Frauen belegt ist, die eigentlich den Schutz nicht brauchen, befinden sich schutzbedürftige Frauen und Kinder in einer wirklich verzweifelten Lage.
"Die Städte und Gemeinden des Hochtaunuskreises - also auch Oberursel - finanzieren das Frauenhaus, damit dieses Frauen Zuflucht vor gewalttätigen Männern bieten kann", erläutert Christina Herr auch das Eigeninteresse der Stadt an einer Problemlösung, "damit dieses Geld aber zielführend verwendet werden kann, muss man nun sehen, wie man die Frauen wieder aus dem Haus rausbekommt und ihnen eine Perspektive bieten kann."

"Wir hoffen sehr, dass das Stadtparlament am Mittwoch eine Entscheidung im Sinn der Betroffenen fällt", so Herr abschließend.

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