Modernes STADTHAUS soll Stadthalle und Rathaus ersetzen

09.03.23 –

Die Stadtverordnetenfraktion der GRÜNEN geht mit einem neuen Vorschlag in die festgefahrene Diskussion um die Zukunft des Oberurseler Rathauses und der Stadthalle. 

An die Stelle der beiden sanierungsbedürftigen Gebäude soll ein modernes STADTHAUS treten. Hierin sollen die Funktionen des Rathauses und das neue Zuhause für die vielfältigen Aktivitäten der Oberurseler Vereine und Initiativen, die heute in der in die Jahre gekommenen Stadthalle unterkommen müssen, vereint werden. 

Hintergrund der neuen Idee ist der hohe Sanierungsbedarf sowohl des Rathauses, als auch der Stadthalle. Die Stadt Oberursel steht vor der Situation, in absehbarer Zeit einerseits das Rathaus zu Kosten von 30-39 Millionen Euro sanieren oder neu bauen zu müssen, andererseits eine stark defizitäre Stadthalle zu betreiben, für die in den nächsten Jahren mindestens 5 bis 7,5 Millionen Euro an Sanierungskosten durch die Stadt aufgebracht werden müssen. Zudem ist der Betrieb der Stadthalle dauerhaft defizitär, jedes Jahr muss die Stadt dafür mehr als 500.000 Euro zuschießen. 

Angesichts der derzeitigen Haushaltslage der Stadt ist daher fraglich, wie die für die Oberurseler*innen wichtigen Funktionen erhalten werden können. 

Die Antwort der GRÜNEN lautet: Die Chance liegt in der Verbindung beider Großprojekte. Aus Stadthalle und Rathaus wird das neue STADTHAUS! 

Ein Neubau eines STADTHAUSES, eines Gebäudes, in dem die Nutzungen eines Rathauses und einer Stadthalle neuen Typs auf dem Gelände der bisherigen Stadthalle vereinigt werden, soll hierfür eine Lösung bieten. Bei einer Optimierung der Gesamt-Investitionssumme könnte einerseits das strukturelle Defizit der Stadthalle deutlich gesenkt werden (Verzicht auf den großen Saal, energetische Optimierung etc.) und andererseits die Möglichkeiten der Refinanzierung der Baukosten durch Vermarktung des Rathausgeländes deutlich verbessert werden. Gleichzeitig hat man die Gelegenheit das Angebot an Räumlichkeiten für die Oberurseler Bürger und Vereine im neuen STADTHAUS deutlich zu verbessern. 

Das STADTHAUS soll, so weit wie möglich, alle Abteilungen des Rathauses aufnehmen. Einzelne Abteilungen mit weniger direkten Bürgerkontakten könnten eventuell ausgelagert werden. Der Sitzungssaal des Rathauses könnte gleichzeitig auch als größerer Veranstaltungsraum für interne und externe Veranstaltungen dienen. Dieser würde durch weitere moderne, kombiniert und flexibel gut nutzbare Mehrzweckräume ergänzt werden. Damit wäre das STADTHAUS Rathaus und moderne Stadthalle in einem. Weitere kombinierte Nutzungen sind denkbar, z. B. könnte auch ein Trauzimmer, bei Nichtbelegung durch Trauungen, als Mehrzweckraum dienen. 

Ob noch weitere Funktionen, wie z. B. die Stadtbücherei in das neue STADTHAUS verlagert werden können, hängt davon ab, wieviel Quadratmeter Nutzfläche letztendlich auf dem Gelände geschaffen werden können. 

Darüber hinaus bietet sich die Chance, das gesamte Areal rund um den Rathausplatz städtebaulich neu zu ordnen und aufzuwerten. 

Das neue STADTHAUS soll in ökologischer Bauweise und als Niedrigenergiehaus gebaut werden mit einer fossilfreien Energieversorgung. Das neue STADTHAUS kann inklusiv und barrierefrei gestaltet werden, im Gegensatz zu einer für Menschen mit Beeinträchtigungen sehr problematischen Stadthalle. 

Mit dem neuen STADTHAUS wird die Möglichkeit eröffnet, dass die Oberurseler Stadtgesellschaft weiterhin einen zentralen Treffpunkt in der Innenstadt hat und viele, der heute dort stattfindenden Veranstaltungen weiterhin in Oberursels (neuer) „Gutt Stubb“ abgehalten werden können. Zudem bleibt die Stadtverwaltung am zentralen Rathausplatz erhalten. 

Verzichtet werden müsste auf den großen Saal in seiner heutigen Ausgestaltung. Aber dieser ist für die Bedürfnisse der Oberurseler Vereine ungeeignet, für ihre Veranstaltungen zu groß und zu teuer. 

Den GRÜNEN ist bewusst, dass viele Fragen in Zusammenhang mit diesem Projekt noch nicht geklärt sind: 

  1. Welche Einschränkungen in der Bebauung des Stadthallengeländes ergeben sich durch die darunterliegende Tiefgarage? 
  2. Welche Nutzfläche kann auf dem Stadthallengelände generiert werden, sodass sich der neue Baukörper gut in die Umgebungsbebauung einpasst? 
  3. Welche Baukosten entstehen durch die Verlagerung des Standortes des Rathauses und die Erweiterung der Funktionen des neuen Gebäudes um weite Teile der Funktionen der Stadthalle? 
  4. Wie schnell könnte die Stadt in eine Realisierung eintreten, wie sähe der Zeitplan aus und wie verhält sich das zur maximalen Weiternutzung des bisherigen Rathauses? 
  5. Welchen Beitrag zur Finanzierung des Projektes kann der Verkauf oder die Verpachtung der freiwerdenden Grundstücke leisten? 

„Wir sind fest davon überzeugt, dass in einer vertieften Prüfung das neue Herz der Stadt, das STADTHAUS, große Chancen für die Stadt Oberursel liegen. In der aktuellen finanziellen Situation wäre es fahrlässig, diese Chancen nicht auszuloten.“ erklärt die GRÜNE Fraktionsvorsitzende Christina Herr. „Wir befinden uns in einer Phase der Haushaltskonsolidierung, weitere Grundsteuererhöhungen sollten den Bürger*innen nicht zugemutet werden. Dies wird aber nur gelingen, wenn wir für die anstehenden Probleme nachhaltige und neue Lösungen präsentieren und prüfen.“ 

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