18.05.24 –
Die Ketteler-La Roche-Schule zieht bekanntermaßen im nächsten Jahr an ihren neuen Standort im Quartier Neumühle im Oberurseler Süden. Dies haben die GRÜNEN Ausschussmitglieder vom Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss (SBKA) zum Anlass genommen, um im Gespräch mit den Schulleiterinnen R. Lischka und U. Meurer (Stellv.) über die Perspektiven der Schule und den großen Fachkräftemangel im Kita-Bereich zu sprechen.
Auch in Oberursel ist der Fachkräftemangel zu spüren, was mancherorts zu einem eingeschränkten Angebot führt. Gruppen können ggfs. nicht aufgemacht oder müssen vorübergehend geschlossen werden, da es nicht ausreichend Personal gibt oder Einrichtungen müssen in Zeiten hoher Krankheitsstände die Eltern bitten, die Kinder zu Hause zu betreuen, da es keine Überbrückungsmöglichkeiten gibt. „Im Sozialausschuss werden wir regelmäßig mit den Zahlen in den Berichten und den Schilderungen der Eltern konfrontiert.“ so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Herz.
Um mehr junge Menschen für den Beruf der pädagogischen Fachkraft zu interessieren, erwähnte Schulleiterin Lischka das „Limburger Modell“, eine Kooperation zur vertieften Berufsorientierung zwischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Mit diesem Modell hat der Bezirk Limburg sehr gute Erfahrungen gemacht und auch Oberursel und der Hochtaunuskreis könnten von solch einem Modell profitieren. Schülerinnen und Schüler werden in Projektwochen mit Berufsbildern bekannt gemacht und können dort erste Erfahrungen sammeln. In Oberursel gibt es bereits Kontakte und Kooperationen mit den allgemeinbildenden Schulen, jedoch nicht in der zeitlichen Intensität, wie es das Limburger Modell vorsieht. Ein Punkt, den die Kommunalpolitik nur in begrenztem Maß beeinflussen kann, da dies im Zuständigkeitsbereich des Schulamts und somit des Kultusministeriums liegt – aber vielleicht gelingt es in Oberursel ja, einen kleinen Samen für solche ein Modell zu säen.
„Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Formen der Ausbildung, egal ob Vollzeit- oder Teilzeitausbildung oder die praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA). Dort haben sowohl Schulabgänger*innen als auch Quereinsteiger*innen, die bereits einen Beruf erlernt haben, die Möglichkeit pädagogische Fachkraft zu werden.“, so der sozialpolitische Sprecher Sven Mathes. PivA ist eine attraktive, praxisnahe und vergütete Ausbildung für angehende Erzieherinnen und Erzieher. Über die genauen Anforderungen gibt die Homepage der Schule Auskunft. Unter anderem veränderte Vergütungsmodelle sowie Aufstiegs-Bafög tragen zu diesen Ausbildungsmodellen seit einiger Zeit positiv bei.
„Mit dem Umzug ist der Traum von einer engen Kooperation mit einer sozialpädagogischen Einrichtung direkt vor Ort wieder in greifbarere Nähe gerückt. Von einem solchen Konstrukt würde sowohl die Ketteler-La Roche-Schule als auch das Kita-Angebot der Stadt Oberursel sehr profitieren und es wäre ein großer Gewinn und ein klarer Standortvorteil.“, so Susanne Herz abschließend. Als GRÜNE wollen wir die Schaffung der Kita-Neumühle inklusive eines Konzeptes als Lehrkindergarten positiv begleiten.
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