
27.01.26 –
Die Stadt Oberursel plant mit dem Bebauungsplan Nr. 265 die Entwicklung von Wohnbauflächen in der Marxstraße 24–30. Die GRÜNEN unterstützen grundsätzlich das Ziel, dort neuen Wohnraum zu schaffen und das Gefahrenabwehrzentrum aus dem Grundstückserlös zu finanzieren. Allerdings dringen die GRÜNEN darauf, soziale und ökologische Standards einhalten. Die Koalition verzichtet auf diese Standards mit dem Argument, dass der Grundstücksverkauf zur Finanzierung des GAZ größtmöglich beitragen muss.
„In dieser Situation dürfen bezahlbares Wohnen, Klimaschutz und Lebensqualität nicht unter den Tisch fallen“, erklärt Susanne Herz, GRÜNE Stadtverordnete und Ortsvorsteherin des Stadtteils Mitte.
Soziale Verantwortung trotz Finanzierungsziel
„Das Gefahrenabwehrzentrum ist zweifellos ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Sicherheit“, betont Sven Mathes, Stadtverordneter und Grüner Sprecher im Sozialausschuss, „aber die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist ebenso Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Beides gegeneinander auszuspielen, halten wir GRÜNEN für den falschen Weg.“
Städtischer Grund dürfe nicht ausschließlich unter finanziellen Gesichtspunkten vermarktet werden. „Gerade hier muss die Stadt Verantwortung übernehmen und zeigen, dass soziale, ökologische und finanzielle Ziele vereinbar sind“ so Herz. „ Immerhin hat die Stadtverordnetenversammlung eine 30%-Richtlinie in einem Grundsatzbeschluss selbst festgelegt und mit dem Sondervermögen erhält Oberursel einen Gestaltungsspielraum.“
Schutz des Urselbachs und der Natur
Die GRÜNE Fraktion fordert, beim Neubau einen zehn Meter breiten Schutzstreifen entlang des Urselbachs festzusetzen und den Erhalt der dortigen Gehölze sicherzustellen. Zugleich müsse durch die Schaffung von Ersatzretentionsraum gewährleistet sein, dass das Überschwemmungsgebiet und die weiteren Bereiche nicht beeinträchtigt werden.
Freizeitfläche erhalten
Die GRÜNEN sprechen sich außerdem für den Erhalt des Basketballplatzes aus, der insbesondere von Jugendlichen intensiv genutzt wird. Sollte eine Verlagerung tatsächlich unumgänglich sein, muss ein gleichwertiger Ersatz im direkten Umfeld geschaffen werden.
Der Änderungsantrag der GRÜNEN Fraktion zu diesen Themen wurde in der Sitzung des Bauausschuss von der Koalition abgelehnt. Für den Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung werden die Änderungen erneut eingereicht, in der Hoffnung, dort eine Mehrheit zu finden.
„Wir wollen an der Marxstraße ein zukunftsfähiges Quartier schaffen, das sozial, ökologisch und städtebaulich überzeugt – nicht nur ein neues Investitionsobjekt“, so das Fazit der GRÜNEN Fraktion.
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